Weitere zwei Damen und 24 Herren gehören ab sofort zur Riege der Diplom-
Golflehrer der PGA of Germany. Sie bestanden im Hartl Resort Bad Griesbach
mit Erfolg die Abschluss-Prüfungen zum PGA Golflehrer-Diplom.
Bad Griesbach – Eine Woche lang mussten sie ihr Können unter Beweis stellen
und zeigen, was sie in drei Jahren Ausbildung gelernt haben: 26 Absolventen –
zwei Damen und 24 Herren – bestanden in Bad Griesbach die Abschlussprüfungen
der PGA of Germany und sind damit voll qualifizierte PGA Diplom-Golflehrer.
Während der Prüfungstage im Hartl Golf Resort mussten sie umfangreiche
Kenntnisse in den Bereichen KaufmännischesWissen, Materialkunde, Golftechnik,
Demonstration, Sportwissenschaft und Videoanalyse nachweisen. Kernstücke
der Prüfung waren schließlich die Lehrprobe im Einzel- und die Gruppenunterricht,
bei denen die Kandidaten unter den Augen der Prüfer unterrichten und
ihr Können in der Praxis zeigen müssen. Insgesamt waren 13 Prüfer sowie Prüfungsleiter
Christoph Herrmann in Bad Griesbach im Einsatz, um den Nachwuchs
zu bewerten.
Mit Tim Wendker und Matthias Eberl stellten sich auch zwei Kandidaten den
Tests, die den Berufsweg im Zuge einer Zweit-Ausbildung eingeschlagen haben.
Sie bestanden ebenso mit Erfolg wie Roland Drewes vom GC Bruckmannshof,
der bisher als Golflehrer-Assistent geführt wurde und seine Qualifikation durch
das Diplom nun wesentlich erweitert hat. Erfolgreichste Absolventen der Herbstprüfung
2009 waren Tilo Borgmann von der GolfRange Berlin-Großbehren und
Rudolf Köster vom Marine-Golf-Club auf Sylt. Beide schlossen mit der Gesamtnote
2,16 ab. Borgmann wurde von Peter Owens ausgebildet, Köster von Andreas
Strandberg. Alle 26 Absolventen erhalten ihre Diplom-Zeugnisse am Abend
des 28. März im Rahmen des PGA-Galaabends in Bad Kissingen, gemeinsam
mit den erfolgreichen Absolventen der Frühjahrs-Prüfung, die Anfang März ebenfalls
in Bad Griesbach stattfindet.
Die Ausbildung zum Diplom-Golfprofessional der PGA of Germany dauert im
Normalfall drei Jahre und findet in einem dualen System statt: Der Azubi ist einerseits
im Club angestellt und wird dort von einem Ausbilder angeleitet. Außerdem
besucht er in Blockform neun thematisch strukturierte PGA-Seminare, die
insgesamt 492 Unterrichtseinheiten umfassen. Dabei geht es um „Grundlagen
der Platzpflege“ ebenso wie um die „Methodik des Kindertrainings“, die „Technik
des Kurzen Spiels“ oder die „Leistungsbestimmenden Faktoren im Golf“. Der
Stundenplan umfasst „Rechtliche Grundlagen“ ebenso wie die Themen Wettspielorganisation,
KaufmännischesWissen oder Videoanalyse.
Jeder Diplom-Golfprofessional kann am Ende der Ausbildung qualifizierten Unterricht
für alle Zielgruppen erteilen, sei es im Einzel- oder Gruppenunterricht,
beim Jugend- oder Mannschaftstraining. „Der PGA Golfprofessional ist im Club
der Ansprechpartner Nummer 1 in allen Fragen rund um den Golfsport“, so Stefan Quirmbach, der Präsident der PGA of Germany. „PGA Golfprofessionals sind
heute genauso Golfschul-Betreiber wie ProShop-Besitzer, Clubmanager und
Golfdirektoren oder Berater für Industrie und Medien. Sie zeichnen sich durch
höchste Kompetenz in allen Bereichen des Golf aus.“
Um eine Ausbildung zum Golfprofessional zu beginnen, muss ein Bewerber das
18. Lebensjahr vollendet haben, ein Schulabschlusszeugnis vorlegen – empfohlen
ist hier die Mittlere Reife – sowie eine Stammvorgabe von zumindest -6,4
nachweisen. Außerdem muss er mit einer Golfanlage einen Ausbildungsvertrag
geschlossen haben. Ausbildungsplatz-Angebote sind unter www.pga.de verzeichnet,
die Ausbildung beginnt jeweils zwischen dem 1. Januar und 30. April
eines Jahres.
Zur Ausbildung sind nur Betriebe berechtigt, die einen Golfprofessional beschäftigen,
der Mitglied der PGA of Germany ist und eine gültige Ausbilderbefähigung
besitzt. Eine Ausbilderbefähigung erhalten nur Professionals, die mindestens drei
Jahre als voll qualifizierte Golfprofessionals tätig waren und ein spezielles Ausbilderseminar
besucht haben. Ein Ausbildungsvertrag kann auch direkt mit einem
PGA-Professional geschlossen werden. Auszubildende, die bereits eine staatlich
anerkannte Ausbildung, ein Hochschul- oder Fachhochschulstudium oder die
PGA-Assistentenprüfung abgeschlossen und das 24. Lebensjahr vollendet haben,
können den Erlass der betrieblichen Ausbildung beantragen. In diesem Fall
schließen die Auszubildenden mit der PGA Aus- und Fortbildungs GmbH einen
Vertrag über den Besuch der entsprechenden Ausbildungsmaßnahmen und Prüfungen.
Neben den Seminaren und Prüfungen ist in diesem Fall außerdem ein
sechsmonatiges Praktikum bei einem PGA-Ausbilder abzuleisten.
1688 Mitglieder hat die Professional Golfers Association of Germany aktuell, 65
davon bestreiten ihren Lebensunterhalt als Turnierspieler, etliche bringen professionelle
Golf-Kompetenz ins Management von Golfanlagen und Golfbetrieben.
Die Mehrzahl aber unterrichtet und bringt Amateuren bei, wie sie Spaß am Spiel
und Erfolg auf dem Platz haben. Während der vergangenen zehn Jahre hat die
PGA of Germany über 450 Diplom-Golflehrer ausgebildet, mehr als 200 befinden
sich derzeit in Ausbildung. Der "PGA Golf Professional" entwickelt sich damit
immer mehr zum Traum- und Trend-Beruf. Und die PGA of Germany zur anerkannten
sportlichen Instanz des Golfsports in Deutschland. Alle Infos zur PGA of
Germany gibt’s im Internet unter www.pga.de.