Aktuelle Trendstudie zum Golfsport in Deutschland

Bundesweit 2,2 Millionen Aktive | Großes Interesse am Einstieg | Nachfrage bei Jüngeren besonders hoch | Ehemaliger Elitesport entwickelt sich zum Breitensport

Wiesbaden, 30. Oktober 2008 – Golf gewinnt bei den Deutschen zunehmend an Beliebtheit, verliert sein antiquiertes Image und begeistert vor allem jüngere Generationen. Das sind nur einige Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage zum Golfsport in Deutschland, die jetzt von der Vereinigung clubfreier Golfspieler (VcG) vorgelegt wurde.

Wie die Ergebnisse der „VcG-Trendstudie Golf“* zeigen, ist das Interesse am Golfsport offenbar weit verbreitet. Demnach können sich 18 Prozent der Deutschen, die bisher noch kein Golf spielen, vorstellen, mit dem grünen Sport zu beginnen. Auf Seiten der Männer ist der Anteil der Einstiegswilligen mit 21 Prozent höher als bei den Frauen (15 Prozent). Offensichtlich erfreut sich der Golfsport einer zunehmenden Popularisierung: Laut Umfrage sind 42 Prozent der Deutschen davon überzeugt, dass sich Golf mehr und mehr zu einem Sport für jedermann entwickelt.

Verjüngungstrend | Golf verliert antiquiertes Image

Die Nachfrage nach dem Golfsport ist bei den Jüngeren besonders ausgeprägt: 44 Prozent der unter 34-jährigen, die noch kein Golf spielen, gaben an, Interesse am Golfeinstieg zu haben. Der ehemals mit einem antiquierten Image geplagte Golfsport macht offenbar einen Imagewandel durch: Laut Umfrage sind sogar 75 Prozent der Deutschen der Überzeugung, dass Golf für Jüngere eine interessante und attraktive Sportart ist. Frauen stehen diesem „Verjüngungstrend“ mit 78 Prozent etwas positiver gegenüber als Männer (72 Prozent). Vor dem Hintergrund der Tatsache, dass derzeit über die Hälfte (54 Prozent) der im Deutschen Golf Verband (DGV) organisierten Golfspieler über 50 Jahre alt sind**, zeichnet sich hier eine erfreuliche Verjüngung ab.

Etwa 2,2 Millionen aktive Golfer

Das große Interesse der Deutschen am Golfeinstieg legt nahe, dass sich seine enorme Verbreitung auch in Zukunft fortsetzen wird. Die Anzahl der unter dem Dach des DGV organisierten Spieler hat sich während der letzten 25 Jahre fast verzehnfacht – von 56.000 in 1982 auf mehr als 550.000 im Jahr 2007.** Die Ergebnisse der „VcG-Trendstudie Golf“ zeigen jedoch, dass sich dieses erstaunliche Wachstum auch außerhalb des organisierten Golfsports bemerkbar macht: Denn 3,4 Prozent der Befragten gaben an, sich als Golfspieler zu verstehen. Gemessen an der Gesamtbevölkerung ab 14 Jahren wären das rund 2,2 Millionen Menschen – also wesentlich mehr als die rund 550.000 Aktiven**, die derzeit in einem dem DGV angeschlossenen Club oder der VcG organisiert sind.

Viele Aktive nutzen öffentliche Golfplätze

Die Umfrageergebnisse deuten darauf hin, dass der Anteil der nicht organisierten Golfspieler überraschend groß ist: Denn lediglich 32 Prozent derjenigen, die sich als aktive Golfspieler verstehen, gaben an, Mitglied in einem Golfclub (27 Prozent) oder der VcG (5 Prozent) zu sein. Der überwiegende Anteil (68 Prozent) verfügt über keine Mitgliedschaft und nutzt ausschließlich öffentliche Golfplätze. Diese Anlagenform, die in der Regel von Golfclubs betrieben wird, ist in Deutschland noch relativ jung und hat sich erst in den vergangenen Jahren zu einer beinahe flächendeckenden golferischen Infrastruktur entwickelt: Seit 1985 ist die Anzahl öffentlicher Plätze in Deutschland, die von jedermann – auch ohne Mitgliedschaft und Platzreife – genutzt werden kann, um etwa 3.000 Prozent gestiegen. Heute existieren bundesweit rund 330 dieser Anlagen – Tendenz steigend.***

„Mit unserer Trendstudie haben wir nicht den Anspruch, ganz exakte Marktdaten oder detaillierte Nachfragerprofile zu erfassen – uns geht es einzig und allein darum, generelle Entwicklungen, Einstellungen und übergeordnete Trends im deutschen Golfmarkt auszumachen“, erklärt Marco Paeke, Geschäftsführer der VcG. Vor diesem Hintergrund seien auch die vorliegenden Ergebnisse zu verstehen. „Drei wesentliche Entwicklungen sind deutlich geworden: Erstens gewinnt der Golfsport zunehmend an Beliebtheit. Zweitens lässt sich ein Verjüngungstrend ausmachen. Und drittens existiert in Deutschland offensichtlich eine überraschend große Anzahl an nicht organisierten Golfspielern, die ausschließlich öffentlich zugängliche Plätze nutzen. All diese Entwicklungen tragen zu einer weiteren Verbreitung des Golfsports bei und sind sowohl auf das Engagement der Verbände, Clubs und Anlagenbetreiber, einer kontinuierlichen Nachwuchsarbeit als auch auf die wachsende Zahl von öffentlich zugänglichen Golfplätzen zurückzuführen“, so Paeke weiter.

Eine Zusammenfassung der wichtigsten Studienergebnisse steht Ihnen unter www.vcg.de/presse als Download zur Verfügung. Weitere Informationen zur VcG und zum Golfsport unter www.vcg.de.



* Telefonische Repräsentativbefragung der IPSOS GmbH im Auftrag der Vereinigung clubfreier Golfspieler im August 2008. Befragt wurde eine repräsentative Stichprobe mit deutschlandweit 1.000 Personen ab 14 Jahren.

** Quelle: „Golftimer 2008“. Herausgegeben vom Deutschen Golf Verband, Wiesbaden 2008.

*** Quelle: „öffentliche golfplätze 2008“. Herausgegeben von der Vereinigung clubfreier Golfspieler, Wiesbaden 2008.

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